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Beitrag von Annalena Caputo

Lernen ist keine Pauschalreise – sondern eine Expedition.

Eine Pauschalreise ist angenehm, stressfrei, entspannt. Man hat sich zuvor sein Reiseziel inklusive Hotel ausgesucht, setzt sich am ersten Urlaubstag in den Flieger, wird dann mit dem Taxi zum Hotel gebracht – und verbringt womöglich zwei Wochen entspannten All-inclusive-Urlaub im Hotelresort, mit Pool, Buffet, Zimmerservice und allem, was dazugehört. Man muss sich um nichts kümmern und kann alle Sorgen vergessen…

…Doch nur, bis der Urlaub wieder zu Ende ist. Und das geht meist viel schneller, als man denkt. Die Tage verfliegen und bevor man sich versieht (und vielleicht endlich in der Hotelanlage auskennt) befindet man sich schon wieder im Flugzeug Richtung Heimat.

Wenn Sie Glück haben, behalten Sie die zwei Wochen Hotelurlaub in guter Erinnerung. Aber um ehrlich zu sein: wirklich viel hängen bleibt da nicht – denn schon nach drei Tagen bei der Arbeit stecken Sie vermutlich wieder mitten in Ihrem alten Stress, Ihren nur zu gut bekannten Sorgen und Problemen und dem ganz normalen Alltags-Chaos.

So – „Was soll nun das ganze Gerede über Urlaub?“, fragen Sie sich jetzt vielleicht. Dann könnte ich Ihnen sagen: Ich rede doch gar nicht über Urlaub, sondern vom Lernen!

Training ist keine Pauschalreise

Als Trainingsteilnehmer muss man sich immer wieder klarmachen, dass das Seminar, an dem man teilnimmt, eben keine Pauschalreise ist. Schön wäre natürlich, wenn man nach zwei Tagen Training mit ganz viel Input und Theorie direkt Profi in dem behandelten Themengebiet ist. Sprich: man ist am Ziel angekommen, hat alle Inhalte präsent und abrufbar und kann das Gelernte perfekt anwenden – das heißt, man kann in den Pool springen, sich am Buffet den Bauch vollschlagen und die Sonne genießen.

So einfach ist es leider nicht. Denn Lernen ist keine Pauschalreise, ganz im Gegenteil. Lernen ist vielmehr eine Expedition! Das bedeutet, wir kennen vielleicht das (oft weit entfernte) Reiseziel, aber bis wir dort tatsächlich ankommen, warten zahlreiche Zwischenstopps, Abbiegungen und Umwege, Hürden und Hindernisse, Hochs und Tiefs auf uns. Bedeutet: Das Flugzeug fliegt uns nicht direkt an den gewünschten Urlaubsort! Wir brauchen also vielleicht ein Auto oder einen Camping-Van, um mit diesem ganz langsam in Richtung Ziel tuckern zu können.

Dabei kann es durchaus sein, dass wir beim Fahren auch mal müde werden, eine kleine Rast einlegen müssen, oder dass uns mal das Benzin ausgeht und die nächste Tankstelle einige Kilometer zu Fuß erfordert. Über Berge und Felsen klettern, sich durch den Wald schlagen und gelegentlich über einen Fluss zu schwimmen, muss man dabei vielleicht auch mal in Kauf nehmen. Und, liebe Leserinnen, liebe Leser …

GENAU SO funktioniert Lernen.

Im Training bekommt man ganz viel Input, theoretische Ideen und Anregungen und hat hoffentlich auch den ein oder anderen „Aha“-Moment. Unsere Trainerinnen und Trainer tun dabei ihr Bestes, so viele praktische Übungen einzubauen wie möglich und die Seminarinhalte mit möglichst anschaulichen Alltagsbeispielen zu untermauern.

Auch mit den Materialien, Anliegen und Fallbeispielen der Teilnehmer wird gearbeitet. Nichtsdestotrotz beginnt für die Teilnehmer erst nach Trainingsende die eigentliche Arbeit. Denn dann gilt es, all das Gelernte, die Inhalte und sein neu erworbenes Wissen auch im Alltag umzusetzen. Das erfordert Zeit, Mühe und ganz viel Übung. Denn wer ein Profi werden will, muss dranbleiben! Es ist schließlich noch kein Meister vom Himmel gefallen.

Die neuen Kenntnisse, Methoden und Tools müssen im Alltag gefestigt werden. Die Teilnehmer werden erst dann wirklich von dem Training profitieren, wenn sie langsam beginnen, ihre Gewohnheiten im Alltag zu verändern und das Gelernte auch wirklich umzusetzen. Das Lernen besteht also nicht nur aus der Zeit während des Trainings, so wie ein Urlaub aus den zwei Wochen Pauschalreise ins All-inklusive-Hotel besteht, wo man sich um nichts kümmern muss.

Im Gegenteil – der größte Teil der Arbeit kommt erst nach dem Training. Denn dann ist das Reiseziel klar. Man hat einen groben Plan, wie man dorthin gelangt und weiß, wie man wiederkehrende Hürden überwinden kann. Und mit diesem Wissen, einer Landkarte, einer Camping-Ausrüstung und den ersten gemeinsamen Schritten mit dem Trainer oder der Trainerin, begeben sich die Teilnehmer dann selbst auf Expedition. Der Weg zum Reiseziel beginnt.

Um das Ganze noch einmal auf den Punkt zu bringen: Lernen stellt also einen Prozess dar, den die Teilnehmer zum größten Teil selbst in der Hand haben. Was wir und unsere Trainerinnen und Trainer tun können, ist, Ihre Mitarbeiter im Seminar so gut wie möglich auf die Praxis vorzubereiten, ihnen Input, Tools und Methoden an die Hand zu geben und erste Übungen mit ihnen durchzuführen. Was danach kommt, bestimmen die Trainingsteilnehmer selbst. Im besten Fall beginnt nach dem Ende des Seminars ein Prozess des Umdenkens, des Übens und des Erfolgs.

WIR und SIE sorgen für die notwendige Ausrüstung.

Weil uns der Erfolg unserer Trainingsteilnehmer am Herzen liegt, versuchen wir nicht nur, im Training die besten Grundlagen dafür zu schaffen, sondern bieten Ihnen außerdem Möglichkeiten, auch nach dem Training das Wissen der Teilnehmer zu festigen, zum Beispiel durch unsere eLearnings, Lernimpulse, Coaching-Sessions, Informationsmaterialien und vieles mehr. Denn solche kleinen Reminder, die das Wissen der Teilnehmer nach dem Training immer wieder auffrischen, steigern nachweislich den Lernerfolg.

Weiterhin appellieren wir an Sie – das Unternehmen, die Führungskräfte und die Personalentwickler –, den Lernprozess Ihrer Mitarbeiter bestmöglich zu unterstützen. Dabei gilt es, die Mitarbeiter entsprechend auf das Training vorzubereiten, aber auch im Anschluss die Inhalte nachzubereiten, zu besprechen und den Trainingserfolg langfristig im Blick zu behalten.

Regelmäßige Feedbackgespräche können die Mitarbeiter darin unterstützen, den Lernprozess immer wieder zu reflektieren und somit helfen, auf Kurs zu bleiben. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Teilnehmer eine falsche Abbiegung nehmen, oder gar auf einer Insel stranden und nicht mehr weiterkommen, wird enorm gesenkt. Stattdessen geben Sie ihnen mithilfe von Gesprächen und Feedback die nötige Ausrüstung, weisen ihnen den Weg, wenn sie diesen mal aus den Augen verlieren, oder zeigen ihnen kleine Abkürzungen, die die Expedition erleichtern und Ihre Mitarbeiter schneller am Reiseziel ankommen lässt.

Sind Sie startklar?

Haben Sie Ihre sieben Sachen gepackt und sind bereit, sich ins Abenteuer zu stürzen? Dann kann es losgehen! Wir nehmen Sie mit auf eine Reise, die wir gemeinsam beginnen, bis Sie all die notwendigen Kenntnisse und Fähigkeiten besitzen, Ihren Weg selbstständig zu gehen.

Und nicht vergessen: Eine Expedition kann extrem viel Spaß machen! Der kleine Hase Felix hat beispielsweise auf seiner Reise nach Hause zu Sophie viele schöne, spannende Abenteuer erlebt. Vielleicht erwartet Sie ja das Gleiche. Finden Sie es heraus.

Uns bleibt jedenfalls nur noch zu sagen: Wir freuen uns, Sie auf Ihrer Reise zu begleiten! Sind Sie startklar?

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